Teenieforum

Teenieforum für 13- bis 17-Jährige

Jugendforum

für junge Leute (ca. 18-30)

Emmanuel Meeting - Extra

31.07.-01.08.2019

Unterscheidung-Entscheidung-Umsetzung – „Geht vorwärts! Bleibt nicht stehen“

Vortrag von Melanie Tamesberger am 7.8.2016

Strahlender Sonnenschein. Es ist Sonntag, letzter Tag des Forums. Der Himmel lacht und trotzdem: Es ist die Zeit des Abschieds. Während des Gottesdienstes gehen Hunderte von bunten Luftballons mit Einladungen zum nächsten Forum vom 1. bis 5. August 2017 in die Luft. Sie schweben zu unbekannten Orten, unbekannten Menschen. Wen sie wohl erreichen?

Wie wird es für die Teilnehmer nach dem Forum weitergehen? So wie vorher oder anders, mit einem Neuanfang, einem veränderten Leben? Wie verhindert man, dass einen der Alltag wieder einholt, die Lustlosigkeit sich wieder einschleicht? Melanie Tamesberger (Foto), Ärztin aus Linz und Mitglied der Gemeinschaft Emmanuel, hält am Vormittag den Vortrag über „Unterscheidung-Entscheidung-Umsetzung“.

„Geht vorwärts! Bleibt nicht stehen!“, das Wort des Gründers der Gemeinschaft Emmanuel, des französischen Filmkritikers Pierre Goursat, kann zum Motto werden für die Zeit nach dem Forum. Melanie erinnert daran, dass es für Pierre nichts Schlimmeres gab als stehen zu bleiben und das Feuer des Heiligen Geistes nicht brennen zu lassen. Kleine Schritte im Alltag setzen, einen Neubeginn wagen, das Feuer, das auf dem Forum entzündet wurde, nicht auslöschen, aber wie könnte das gehen? Sechs Kriterien und Hilfen nennt sie, um gute Entscheidungen zu treffen und sie auch umzusetzen.

1. Das Gebet

Um Gottes Willen in meinem Leben zu erkennen, muss ich ihn fragen, ihm zuhören. Was sagt Gott zu mir? „Wenn du eine Entscheidung treffen musst, dann gehe in die Stille, bete zu Gott und höre, was er dir sagen will. Dann handle danach. Wenn du seine Stimme nicht hörst, dann entscheide mit deinem Verstand und gehe mutig weiter“, zitiert Melanie Muter Teresa. Das Gebet bedarf einer regelmäßigen, in den Tagesablauf eingebauten Zeit. Dazu sollte in aller Freiheit eine Entscheidung getroffen werden. Man kann Gott bitten, eine solche Zeit des Gebets zu ermöglichen.  Und: wenn es nicht klappt, morgen wieder probieren.

2. Das Wort Gottes

Gott spricht zu uns durch sein Wort. Man kann Gott in scheinbar noch so unwichtigen Situationen bitten, ein Wort aus der Bibel zu schenken. Als Melanie während der Studentenzeit Lebensmittel aus dem gemeinsamen Kühlschrank geklaut werden, überlegt sie, als Medizinstudentin durchaus gewieft, Lasix, ein Mittel das Durchfälle erzeugt, in den Joghurt zu mischen. Doch vorher betet sie und greift zur Bibel. Sie schlägt die Bibel auf: Römer 12,17-21 „Vergeltet niemand Böses mit Bösem. Rächt euch nicht selbst, liebe Brüder, sondern lasst Raum für den Zorn Gottes. Wenn dein Feind Hunger hat, gib ihm zu essen, wenn er Durst hat, gib ihm zu trinken; tust du das, dann sammelst du glühende Kohlen auf seinem Haupt. Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute.“ Nach diesem Wort bleibt das Lasix im Medizinschrank. Die Diebstähle hören bald auf.     

3. Gott um ein Zeichen bitten

Gott spricht zu uns durch Begebenheiten, Menschen, Möglichkeiten, die sich auftun oder verschließen. Als Melanie überlegt, statt Medizin doch lieber Theologie zu studieren und Pastoralassistentin zu werden, bittet sie Gott um ein Zeichen. Die Matrikelnummer 696 ist das gewünschte Zeichen: Sie bleibt bei der Medizin.

4. Kriterien zur Unterscheidung: Innerer Friede und innere Freude

Gott spricht im Frieden zu uns. Suchen wir aktiv den inneren Frieden. Wenn du Frieden im Herzen hast, war die Entscheidung gut. Dinge, die uns den Frieden nehmen, sind schlichtweg falsch. Wir haben Angst vor Gottes Plänen, aber er arbeitet nicht gegen unsere Sehnsucht. Nach dem Studium verspürt Melanie den Wunsch, die Evangelisationsschule in Altötting (ESM) zu  besuchen. Doch neun Monate ESM nach der langen Ausbildung scheinen ihr zu viel. Die Sehnsucht im Herzen bleibt, sie bewirbt sich bei der ESM und wird angenommen. Gott sorgt für das Übrige. Sie bekommt eine Stelle für zwei Monate in einem von Ordenschwestern geführten Krankenhaus. Sie absolviert die ESM und kann danach in dem Krankenhaus weiterarbeiten. Die Botschaft: Auf dein Herz hören!

5. Klugheit

Gott widerspricht nicht unserem Verstand. Wir müssen die Wirklichkeit sehen, auch das ist Klugheit. Gott ist nicht unlogisch. Der Verstand ist Gottes Geschenk. Dieses Geschenk sollen und müssen wir einsetzen. Ein Beispiel: Verliebtheit, Schwärmerei für jemanden – es führt zu nichts, wenn man bloß in seinen Träumen lebt. Ich muss überlegen, wie ich das umsetzen beispielsweise wo kann ich den geliebten Menschen treffen kann. Entscheiden wir uns. Ignatius von Loyola sagt: Gehe deinen begonnenen Weg weiter. Und nur, wenn sich klar etwas anderes zeigt, weiche davon ab. Ansonsten bleibe bei dem, was du entschieden hast.

6. Rat suchen

Wir brauchen Menschen des Vertrauens, die wir um Rat fragen können. Vier Augen sehen oft besser als zwei. Sehr hilfreich ist es, wenn wir einen Menschen um Rat fragen, den wir kennen. Also nicht zehn verschiedene Menschen, sonst kommen mindestens ebenso viele unterschiedliche Empfehlungen zustande!

Melanie ermutigt dazu, Pläne zu machen, aber auch gelassen zu bleiben, wenn diese gestört werden. Es kann auch einmal sinnvoller sein, auf eine Heiligen Messe zu verzichten, wenn mich eine Freundin dringend braucht. Geben wir unsere großen Pläne und Sehnsüchte nicht auf. Erwarten wir große Dinge von Gott! Er traut sie uns zu!

Eva-Maria Bushart

Auf einen Blick

Termine 2019

Osterforum    (Jugendliche & junge Erwachsene): 18.04.-22.04.2019

Emmanuel Meeting - Extra: 31.07.-01.08.2019

Forum Altötting: 01.-04.08.2019

Volontärszeit in Altötting: 21.07.-09.08.2019

Fahrt zum Jugendforum nach Tschenstochau: 14.-19.07.2019 

Termine 2020

25. Forum Altötting mit großem Internationalen Jugendforum: in der Woche vom 28.07.-02.08.2020

Weitere Angebote der Gemeinschaft Emmanuel gibt es hier bzw. für Österreich hier.

 

 

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