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Jugendforum

für junge Leute (ca. 18-30)

Emmanuel Meeting - Extra

31.07.-01.08.2019

Barmherzigkeit und Geld oder „Nur ein bisschen mehr“

Vortrag von Brian Heasley am 6. August 2016

Vierter Tag des Forums in Altötting. Der Countdown läuft, das Forum neigt sich dem Ende zu. Der Himmel ist verhangen, der guten Laune tut das aber keinen Abbruch. „Ihr habt ein bisschen ein Wetter wie in England“, grinst Brian Heasley (Foto), Gründer der Initiative 24/7, der mit seiner Frau Tracy zum Forum gekommen ist, um heute den Vortrag zu halten. 24/7, das heißt beten an 7 Tagen der Woche, 24 Stunden lang. Wie ist es zu dieser Initiative gekommen?

„Ich bete selber nicht 24 Stunden pro Woche“, beruhigt Brian zunächst  die Teilnehmer des Forums. Mittlerweile beten Menschen aus 120 Nationen in Gruppen und aus Gemeinschaften bei 24/7 mit, damit die jeden Tag millionenfach auf der ganzen Welt ausgesprochenen Bitten des Vaterunsers, dass Sein Reich komme und Sein Wille geschehe, sich zu verwirklichen beginnen.

Doch aller Anfang ist schwer. Bestens eingerichtet als Pastor einer Gemeinde in England mit schönem Haus, Auto und dem modernsten technischen Schnickschnack, erwischt es ihn kalt, als sein Freund Peter ihn eines Tages fragt, ob er nicht auf die spanische Insel Ibiza gehen würde, um dort eine Gemeinschaft zu gründen. Aber es kommt noch schlimmer. Es soll nicht auf den schicken Teil der Insel mit Beachparty, Glamour-Menschen und Yachten gehen, sondern nach San Antonio, dem verrufensten Ort mit Prostitution, Drogenhandel usw. – Sodom und Gomorra. Und dann auch noch die Sache mit dem Geld: Peter hat keinerlei Geld, um es ihnen für die Mission zur Verfügung zu stellen. Soll das etwa heißen, dass Brian und Tracy sowie ihre beiden Söhne ihr schönes Leben mit Auto, Haus etc. aufgeben sollen?

Da hilft nur noch beten. Doch nach intensivem Beten fühlen Brian und Tracy deutlich, dass Gott will, dass sie gehen. Es kommt ihnen vor wie eine flehentliche Bitte vom Himmel: „Bitte geht“! Die einzige Geldzusage besteht in 50 Euro pro Monat. Sie gehen praktisch ohne Geld. „Wir hatten Angst“, sagt Brian. „Aber wir wussten, wenn Gott ruft, wird er sorgen“.

Sie gehen und werden reich beschenkt. Das Leben mit und unter den Ärmsten der Armen bereichert auch ihr eigenes Leben. „Die Freude mit gebrochenen Menschen zu gehen, ist größer als allen Luxus der Welt zu haben.“ Und als Brian anfängt, von der Arbeit mit diesen Menschen zu reden, kommen dem kräftig gebauten geschätzten Mittvierziger, der auch schon mal für einen Bodyguard gehalten wird, wie bei einem Empfang mit dem Erzbischof von Canterbury geschehen, die Tränen.

Die Maßstäbe des Lebens der beiden verändern sich auf Ibiza. Luxus ist jetzt „zu geben, statt alles für uns selbst auszugeben“. Sie fangen an, regelmäßig konkret um Geld zu beten und erhalten es manchmal auch bis auf den letzten Cent, so wie sie es sich erbetet haben. „Gott weiß, was wir brauchen, bevor wir es wissen“, da ist sich Brian sicher. Man kann aufs Negative schauen, das ist einfach. Das Gegenmittel: für alle Dinge danken und daran denken, was der Herr Großes getan hat. Zufrieden sein und dankbar sein für das, was man hat. 

Wirklich barmherzige Menschen geben sich selbst hin. Vor drei Dingen warnt Brian:

Vergleichen
Barmherzige Menschen sind großzügig. Sie vergleichen sich nicht. Wenn wir vergleichen, werden wir unzufrieden. Wenn wir das haben wollen, was der andere hat, werden wir immer unzufriedener. Wir müssen verstehen, wer wir sind, nicht was wir haben. Wir müssen unseren Wert vor Gott erkennen. Wir sind Kinder des himmlischen Königs.

Unzufriedenheit
Wir müssen lernen, zufrieden zu sein. Wir haben Ansprüche auf sauberes Wasser, Sicherheit etc. Wie kann es sein, dass wir das verdienen und andere nicht? Bob, der Gründer von World Vision, sagte einmal „Herr breche mir das Herz mit dem, was mein Herz bricht“. Größere Freude haben wir, wenn wir uns selbst geben.

Kontrolle
Wenn es um Geld geht: Wer kontrolliert? Wenn etwas dich kontrolliert, machst du es zum Herrn. Frage dich: Könntest du es einfach weggeben? Du musst es nicht weggeben, aber du musst dir diese Frage stellen. „Wir müssen ein hörendes und einfaches Leben haben, nicht durch Besitz kontrolliert, sondern durch Freiheit. Wo bekommen wir unsere Sicherheit her? Wollen wir allein über unser Leben die Kontrolle haben oder überlassen wir sie Ihm? Jesus fragt dich: Vertraust du mir? 

Rockefeller, der als reichster Mann der Welt galt, wurde einmal gefragt: Wieviel Geld ist genug? Immer ein kleines bisschen mehr, antwortete er. Hüten wir uns vor dieser Haltung, vertrauen wir Gott und bleiben zufrieden mit dem, was wir haben.

Eva-Maria Bushart

Auf einen Blick

Termine 2019

Osterforum    (Jugendliche & junge Erwachsene): 18.04.-22.04.2019

Emmanuel Meeting - Extra: 31.07.-01.08.2019

Forum Altötting: 01.-04.08.2019

Volontärszeit in Altötting: ca. 21.07.-09.08.2019

Fahrt zum Jugendforum nach Tschenstochau: 14.-19.07.2019 

Termine 2020

25. Forum Altötting mit großem Internationalen Jugendforum: Termin wir bald bekannt gegeben

Weitere Angebote der Gemeinschaft Emmanuel gibt es hier bzw. für Österreich hier.

 

 

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